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Letzte Änderung: 15. November 2019

Die Geschichte des VIX

2019

NIS-Verordnung tritt in Kraft

Im Rahmen der nationalen Umsetzung der EU-weiten "Network Information Security"-Richtlinie (NIS-Richtlinie) wird der VIX im Juli 2019 als "wesentlicher Dienst" definiert. Das erfordert unter anderem eine lückenlose Dokumentation der gesamten sicherheitsrelevanten Abläufe am VIX. Außerdem werden zusätzliche Maßnahmen gesetzt, um bestehende Prozesse zu standardisieren und zu optimieren. Die Anpassung des Information Security Managements des VIX orientiert sich am ISO-27001-Standard, um eine künftige Zertifizierung zu erleichtern.

Der Traffic steigt weiter

Im ersten Halbjahr 2019 liegen die Tagesspitzen des Datenverkehrs am VIX im Schnitt bei etwa 600 Gbit/s. Damit rangiert der Vienna Internet eXchange im Mittelfeld der europäischen Exchange Points. Ein neuer Traffic-Höchstwert am VIX - über 770 Gbit/s - wird am 12. März 2019 erreicht.

2017

Verdoppelung der Intersite-Kapazität

Um auch für netzwerktechnische Ausnahmesituationen ausreichend Reserven zu haben, wird die Bandbreite der Querverbindung zwischen VIX1 (Universität Wien) und VIX2 (Interxion) Ende März 2017 auf 2 x 160 Gbit/s erweitert.

2016

Neuer Traffic-Rekord

Am 13. Dezember 2016 überschreitet der Traffic am VIX erstmals die "magische" 500 Gbit/s-Marke. Das VIX-Team feiert mit einer selbstgebackenen Torte (© Erwin Rennert).

2015

Dritter Standort bei e-shelter

Anfang Oktober 2015 geht der dritte VIX-Standort im Datacenter der Firma e-shelter (im 10.  Bezirk) in Betrieb. Damit gibt es neben der Universität Wien im Stadtzentrum und Interxion im Norden Wiens nun eine weitere Anbindungsmöglichkeit an den VIX im Süden der Stadt. VIX3 ist über wegeredundante Glasfaserstrecken mit VIX1 und VIX2 verbunden.

Reseller-Programm

Im Herbst 2015 werden die ersten Verträge zwischen dem VIX und Wiederverkäufern ("Reseller") abgeschlossen. Für potenzielle VIX-Teilnehmer bringt das neue Reseller-Programm mehrere Vorteile: Sie müssen ihren Router nicht mehr direkt in Wien (bzw. über eine selbst organisierte Carrier-Leitung) an den VIX anschließen, sondern können alle Formalitäten und technischen Maßnahmen ihrem Reseller überlassen. Zudem sind via Reseller meist auch niedrigere Anschlussbandbreiten möglich als direkt am VIX, wo das Minimum bei 2,5 Gbit/s liegt.

Need for Speed

Akamai International B.V. nimmt im April 2015 den ersten 100 Gbit/s-Kundenport am VIX in Betrieb. Die erste 100 Gbit/s-Link Aggregation folgt noch im selben Jahr: Die A1 Telekom Austria AG ist ab November 2015 mit je 200 Gbit/s an VIX1 und VIX2 angeschlossen.

2013

Neue Hardware-Plattform

Die bisherige RX-Plattform von Foundry Networks (ab 2008: Brocade) wird im Sommer 2013 durch die Nachfolgereihe MLXe ersetzt, die auch 100 Gbit/s-Verbindungen unterstützt. An beiden VIX-Standorten wird je ein Chassis mit 32 Slots installiert, am Standort Interxion zusätzlich ein weiteres 8-Slot-Chassis zum Terminieren der langsameren Verbindungen (bis 1 Gbit/s).

Im Zuge dessen wird auch die eingesetzte WDM-Technologie erneuert: Anstatt CWDM kommt nun DWDM zum Einsatz, einhergehend mit einer Verdoppelung der verfügbaren Kanäle von 8 auf 16. Für die Querverbindung zwischen den beiden VIX-Standorten bedeutet das eine mögliche Bandbreite von 2 x 160 Gbit/s. In der Praxis wird sie zunächst auf 2 x 80 Gbit/s erweitert.

Peering Days

Gemeinsam mit dem Prager NIX.CZ (Neutral Internet eXchange) organisiert der VIX im Mai 2013 die ersten CEE Peering Days. Diese internationale Fachkonferenz für Internet Service Provider - primär aus Mittel- und Osteuropa - wird seither alljährlich im Frühling in wechselnden Städten abgehalten und erfreut sich großer Beliebtheit.

2011

Neuer VIX-Carrier-Raum im NIG

Der 1999 bezogene VIX-Raum im Neuen Institutsgebäude (NIG) der Universität Wien platzt wieder aus allen Nähten. Daher wird im Jänner 2011 das gesamte Equipment in einen neu adaptierten "VIX-Carrier-Raum" im selben Gebäude übersiedelt. Dieser bietet deutlich mehr Platz und eine komplett neu errichtete Strom- und Klima-Infrastruktur. Ein 24/7-Zutrittssystem ermöglicht es den VIX1-Housing-Kunden erstmals, rund um die Uhr und auch ohne Begleitung von VIX-MitarbeiterInnen zu ihren Geräten im NIG zu gelangen.

Umstieg auf WDM

Ebenfalls im Jänner 2011 wird am VIX die "Passive WDM"-Technologie eingeführt (WDM = Wavelength Division Multiplexing) und damit die Bandbreite der Querverbindung zwischen den beiden VIX-Standorten potenziell vervielfacht. Initial wird diese Bandbreite zunächst von 2 x 10 Gbit/s auf 2 x 20 Gbit/s erhöht.

2010

Neue Route-Server

Ab dem Frühjahr 2010 stehen den VIX-Teilnehmern zwei zentrale Route-Server zur Verfügung, die das Einrichten von Peerings stark vereinfachen.

2008

Neue Büroräume

Das VIX-Team übersiedelt im Februar 2008 vom Neuen Institutsgebäude der Universität Wien in ein Nachbarhaus (Ebendorferstraße 10). VIX-Equipment und Postadresse verbleiben im NIG.

2006

Terabit-Switches zum Jubiläum

10 Jahre nach der Gründung des Vienna Internet eXchange ist abermals eine Hardware-Erneuerung notwendig, da die verwendeten Geräte mit der alljährlichen Verdoppelung des Datenvolumens am VIX nicht mehr Schritt halten können. Sie werden durch zwei Terabit-Switches von Foundry Networks mit einem maximalen Datendurchsatz von bis zu 1,6 Terabit pro Sekunde ersetzt. Darüber hinaus wird die Bandbreite der Querverbindung zwischen den beiden VIX-Standorten auf 2 x 10 Gbit/s erhöht.

Die Umstellung erfolgt Ende März 2006 in Zusammenarbeit mit Interxion und Siemens und gelingt reibungslos; ein kompletter Ausfall des VIX kann vermieden werden. Ende 2006 beträgt das Volumen des Peering-Verkehrs am VIX ca. 1 Gigabyte pro Sekunde - das sind ca. 100 Terabyte pro Tag.

2005

IPv6 am VIX

Parallel zur Implementierung von IPv6-basierten Diensten an der Universität Wien bzw. im ACOnet beginnt das VIX-Team, auch den Austausch von IPv6-kodierten Datenpaketen zwischen interessierten ISPs am VIX zu unterstützen. Um eine Störung des regulären, IPv4-basierten Datenverkehrs zu vermeiden, werden die IPv6-Verbindungen anfangs in einem separaten VLAN abgewickelt, das später (mit zunehmender Stabilität der IPv6-Technologie) wieder aufgelassen wird. Seit Anfang 2005 stehen den VIX-Teilnehmern IPv4 und IPv6 gleichermaßen für ihre Peerings zur Verfügung.

2001

Zweiter Standort bei Interxion

Im Jahr 2001 ist die Zahl der VIX-Teilnehmer auf 70 angewachsen, darunter auch ausländische ISPs wie z. B. die Deutsche Telekom und Cable&Wireless aus den USA. Der erhöhte Platzbedarf, der an der Universität Wien nicht gedeckt werden kann, und das wachsende Verkehrsaufkommen erfordern die Erweiterung des Vienna Internet eXchange auf einen zweiten Standort sowie eine Erneuerung der Hardware.

Die europaweit tätige Firma Interxion in Wien-Floridsdorf (21. Bezirk) kann ausreichend Fläche bieten und erfüllt darüber hinaus die Anforderung, dass Eigentümer und Betreiber selbst nicht im kommerziellen Carrier-/Telekom- bzw. ISP-Business tätig sind - die Neutralität des VIX bleibt somit erhalten. Diese Entscheidung für einen Partnervertrag mit Interxion erweist sich als goldrichtig, da von Beginn an eine ausgezeichnete Zusammenarbeit besteht.

Neue Switches, neue Querverbindung

Die Errichtung des zweiten VIX-Standorts erfordert größere Investitionen: Der Cisco-Switch wird durch zwei neue Switches von Extreme Networks ersetzt, die in der Lage sind, Verbindungen mit 1 Gbit/s abzuwickeln. Die Verbindung zwischen diesen zwei Switches an den beiden VIX-Standorten besteht aus zwei separaten Glasfaser-Paaren, die über vollständig getrennte physische Strecken geführt sind.

Gründung von Euro-IX

Im Mai 2001 wird die European Internet Exchange Association, kurz Euro-IX, als gemeinsame Plattform europäischer Internet Exchange Points (IXPs) ins Leben gerufen. Der VIX ist eines der Gründungsmitglieder von Euro-IX. Mittlerweile zählt die Organisation mehr als 70 IXPs zu ihren Teilnehmern (Stand 2019).

1999

Eigener VIX-Raum im NIG

1999 müssen sich bereits 33 ISPs fünf Racks im Neuen Institutsgebäude (NIG) der Universität Wien teilen, was zu Engpässen führt. Noch im selben Jahr erhält der VIX daher einen neuen Raum im NIG mit Klimatisierung, USV und 21 Racks. Bei dieser Gelegenheit wird auch der bisher verwendete Cisco-Switch getauscht, um Fast Ethernet besser unterstützen zu können.

1996

Gründung des VIX

Der Vienna Internet eXchange (VIX) entsteht 1996 aus einer Initiative des EDV-Zentrums der Universität Wien. Er umfasst bilaterale Peering-Vereinbarungen zwischen den ersten österreichischen Internet Service Providern (ISPs) ACOnet, EUnet GmbH, IBM Global Network, VIAnet und APA - und er bildet die Voraussetzung zur Anbindung weiterer ISPs. Ziel ist es, den lokalen Internetverkehr möglichst lokal zu halten, um die teuren Weitverkehrstrecken zu entlasten, den Datendurchsatz zu erhöhen und die Verzögerungszeiten zu minimieren.

Der Hintergrund: In den frühen Zeiten des Internet kam es - speziell in Europa - häufig vor, dass der Datenverkehr zwischen zwei Internet-BenutzerInnen aus derselben Stadt zweimal die Landesgrenze oder sogar den Atlantik überqueren musste, weil die beiden BenutzerInnen über zwei verschiedene ISPs angebunden waren. Die Datenpakete wurden in diesem Fall zuerst zum nächsten gemeinsamen Netzwerkknoten und von dort wieder zurückgeschickt. Um solche Umwege zu vermeiden, wurden im Laufe der Zeit überall dort, wo mehrere voneinander unabhängige ISPs in der gleichen geografischen Region tätig waren, sogenannte Internet Exchange Points (IXPs) eingerichtet.