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Letzte Änderung: 01. April 2020

Der Vienna Internet eXchange

Der Vienna Internet eXchange (VIX) ist ein neutraler, redundanter und hochverfügbarer Internet Exchange Point (IXP) mit derzeit rund 150 nationalen und internationalen Teilnehmern.

Der Teilnehmerkreis des VIX besteht aus großen und kleinen Netzbetreibern - z.B. Internet Service Provider, Content Provider oder Wissenschaftsnetze (mehr dazu unter VIX-Teilnahme). Viele Netzbetreiber sind an mehrere IXPs angeschlossen. Die jeweilige Anschlussbandbreite wird vom Teilnehmer gewählt.

Was ist ein Internet Exchange Point (IXP)?

Netzbetreiber nutzen IXPs, um den regionalen Datenverkehr zwischen ihren Netzen auf kurzem Wege direkt auszutauschen. Anders gesagt: IXPs ermöglichen Datenübertragungen auf räumlich kurzen Wegen und somit kürzere Übertragungszeiten. Weitere Vorteile sind

  • verbesserte Redundanz bei der Anbindung an andere Teilnehmernetze,
  • geringere Abhängigkeit von kommerziellen Transitgebern,
  • bei Anbindung an verschiedene IXPs: Lastverteilung hochvolumiger Inhalte, somit geringerer Transit auf internationalen Netzstrukturen.

Sollte ein Internet Exchange Point ausfallen, nehmen die Datenpakete einfach andere Routen von der Quelle zum Ziel. Es kann dann zwar etwas länger dauern, bis sie ankommen, aber ankommen werden sie. Das liegt daran, dass IXPs keinen tatsächlichen Internetzugang (d.h. keinen Datentransit) anbieten, sondern nur Konnektivität für den Datenaustausch zwischen Peers. Jeder Teilnehmer benötigt zusätzlich zu seiner IXP-Anbindung einen Upstream Provider.

Eine anschauliche Erklärung finden Sie im Video "The Internet Revealed: A film about IXPs".

VIX Logo
Euro-IX Logo

Über VIX

Der Vienna Internet eXchange (VIX) wird seit 1996 vom Zentralen Informatikdienst der Universität Wien betrieben. Als neutrale, robuste Hochleistungs-Peering-Infrastruktur dient er seinen Teilnehmern zum Austausch von nationalem und internationalem Internetverkehr.

Der VIX ist Gründungsmitglied der Euro-IX Association und hat sich bei der Entwicklung von neuen Technologien stets an europäischen Best Current Practices orientiert.

  • VIX-Teilnehmer können sich wahlweise an einem, zwei oder allen drei Standorten an den VIX anschließen, wobei die Universität Wien die redundante VIX-Infrastruktur an allen Standorten bereitstellt und betreibt.
  • Mittlerweile bietet der VIX auch Remote-Peering-Möglichkeiten für Teilnehmer aus anderen Regionen, die ihre Router nicht in Wien betreiben wollen.
  • Für den Datenverkehrs-Austausch müssen VIX-Teilnehmer bilaterale Peering-Vereinbarungen abschließen. Es gibt jedoch keinerlei Verpflichtung, mit allen Teilnehmern zu peeren.
  • Das notwendige Routing-Protokoll für Peerings ist BGP4. Die Routing Registry für die Dokumentation von VIX-Peerings ist die RIPE Database; weiters wird die Verwendung der PeeringDB empfohlen.
  • Aktuell wird Ethernet (10GBASE-LR, 100GBASE-LR4) als gemeinsames Medium zum Datenaustausch verwendet (siehe Technologie).

Wie Sie VIX-Teilnehmer werden können, erfahren Sie unter VIX-Teilnahme.